Anleitung für die Verlegung von 3-Schicht Fertigparkett
Aufbau von 3-Schicht Fertigparkett

Beispiel-Bild:Symphony 3-Schicht Click System
Das schwimmend verlegbare Fertigparkett ist 3-schichtig aufgebaut und besteht aus einer Edelholzschicht (Nutzschicht), einer querliegenden Mittellage (Trägermaterial) und einem stabilisierenden Gegenzug. Die Fertigparkett-Elemente werden entweder durch die bewährte Nut/Feder Verbindung oder durch ein formschlüssiges Click-System verbunden.
Oberflächen von 3-Schicht Fertigparkett
Fertigparkett ist mit lackierter-, uv-geölter-, oder natürlich geölter Oberfläche erhältlich. Die optimale Oberfläche für den jeweiligen Einsatzbereich richtet sich nach optischen Anforderungen, der gewünschter Holzart und der Beanspruchung.
Designs von 3-Schicht Fertigparkett
3-Stab Schiffsbodenoptik. Die Deckschicht der Diele besteht aus 3 Lamellen pro Dielenbreite. Die Lamellen sind an der Stirnseite unregelmäßig aneinander gestoßen.
1-Stab Landhausdiele: Die Deckschicht der Landhausdiele besteht aus einem durchgehenden Element. Diese großzügige Dielen-Optik wird auch als 1-Stab Landhausdiele bezeichnet.
Line-Design: Die Line-Optik besteht aus ca. 4mm breiten unregelmäßig gestoßenen Längslamellen und bietet ein sehr lebhaftes modernes Flächenbild.
Verlegung von 3-Schicht Fertigparkett
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass grundsätzlich die beigepackte Verlegeanleitung des Herstellers zu beachten ist. Es empfiehlt sich, die geschlossenen Pakete vor Verlegung am Einbauort einige Tage zu akklimatisieren. Das Fertigparkett wird entweder schwimmend auf einer geeigneten Trittschalldämmung verlegt, oder vollflächig mit dem vorgeschriebenen Parkettkleber auf den Untergrund verklebt. Bei schwimmender Verklebung von Nut/Feder Verbindungen werden die Elemente miteinander verleimt. Böden mit Click-System werden bei schwimmender Verlegung leimlos miteinander verbunden, oder vollflächig auf einem laut allgemein gültiger Richtlinien geeigneten Untergrund verklebt.
Der verlege-reife Estrich sollte laut allgemein gültiger Richtlinien, auf den Restfeuchtegehalt mittels CM-Messung geprüft werden. Ein Wert von maximal 1,8% (Gewichts-Prozent) lt. CM-Messung bei Zementestrichen, und maximal 0,3% bei Anhydritestrichen ist erlaubt. Bei vollflächiger Verklebung auf Anhydritestrichen ist darauf zu achten, dass der Estrich vom Estrichleger vorschriftsgemäß geschliffen wurde. Überprüfen Sie die Ebenheit des Unterbodens mit einer Messlatte. Bei schwimmender Verlegung liegt die Toleranzgrenze für Unebenheiten in der Regel bei maximal +/- 2mm auf 1 Meter Länge. Bei vollflächiger Verklebung sollte ein Wert von +/- 1mm auf einer Länge von 2 Metern nicht überschritten werden. Sollten sie eine Füllmasse zur Nivellierung verwenden, achten sie auf deren vollständige Durchtrocknung.
Die meisten 3-schichtig aufgebauten Böden sind zur vollflächigen Verklebung geeignet (siehe Hersteller-Angaben). Bei vollflächiger Verklebung ist darauf zu achten dass der produktspezifisch richtige Parkettkleber verwendet wird. Weiters wird von mehreren Herstellern bei vollflächiger Verklebung von 3-schichtig aufgebauten Nut/Feder Elementen, eine zusätzliche H-Verleimung der Dielen empfohlen; dies bedeutet, trotz der vollflächigen Verklebung am Untergrund eine zusätzliche Verleimung von Nut und Feder an der Dielen-Stirnseite, sowie an den jeweils äußersten 20cm der Dielenlängsseiten. Da jeder Parkettboden abhängig vom Raumklima quillt und schwindet, ist zwischen dem Parkett und allen feststehenden Objekten (Wänden, Pfeilern, Türschwellen usw..) ein Abstand von ca. 10 – 15mm einzuhalten. Beachten sie bitte dass bei einer Raumgröße von mehr als 8 Meter in Dielen-Längsrichtung, und mehr als 7 Meter in Dielenbreiten-Richtung bei schwimmender Verlegung ein Dehnfuge berücksichtigt werden muss. Bei vollflächiger Verklebung am Untergrund ist in der Regel eine durchgehende Verlegung in Dielen-Längsrichtung von maximal 12 Metern, und quer zur Diele maximal 8 Meter möglich. Darüber hinaus ist mit dementsprechenden Dehnfugen zu arbeiten. Ist bereits der Estrich mit Dehnungsfugen versehen, müssen diese an gleicher Position auch im darüber liegenden Parkett eingefügt, und mit Dehnungsprofilen abgedeckt werden. Auch in schmalen, langen Gängen schützen breitere Dehnungs- bzw. Entlastungsfugen vor Aufwölbungen oder Schäden am Boden.
3-Schicht Fertigparkett auf Warmwasser Fußbodenheizung
Grundsätzlich sind 3-schichtig aufgebaute Fertigparkettböden für eine Verlegung auf Warmwasser-Fußbodenheizung geeignet. Es sind jedoch nicht alle Holzarten für die Verlegung auf Fußbodenheizung tauglich. Grundsätzlich empfehlenswert sind Holzarten mit einem geringen Quell- und Schwindverhalten wie zum Beispiel Eiche und Cabreuva. Risikoholzarten sind zum Beispiel Buche, Ahorn kanadisch, Kempas und Jatoba. Die Freigabe für Fußbodenheizung bzw. Empfehlungen der Hersteller bezüglich der Holzarten unterscheiden sich in deren Angaben, und sind unbedingt zu beachten. Grundsätzlich ist eine vollflächige Verklebung auf Fußbodenheizung zu bevorzugen, da man dadurch die optimale Wärmeübertragung erzielt, und das Arbeiten des Holzes minimiert wird. Eine schwimmende Verlegung auf Fußbodenheizung ist zwar technisch möglich, es ist allerdings mit einem höheren Wärmeverlust zu rechnen. Bei schwimmender Verlegung muss unbedingt eine dampfsperrende Parkettunterlage fachgerecht verwendet werden.
Der Heizestrich sollte laut allgemein gültiger Richtlinien (Aufheizprotokoll) ausgeheizt werden. Vor dem Verlegen ist der Heizestrich auf den Restfeuchtegehalt mittels CM Messung zu prüfen. Ein Wert von maximal 1,8% (Gewichts-Prozent) lt. CM-Messung bei Zementestrichen und maximal 0,3% bei Anhydritestrichen ist erlaubt. Die Proben müssen an verschiedenen Stellen des Raumes manuell aus dem Estrich heraus gestemmt werden; beim Einsatz von elektrischen Maschinen würde die Hitzeentwicklung die Messung verfälschen. Die Oberflächentemperatur des Holzfußbodens sollte 26° bis 27° C nicht überschreiten. Speziell während der Heizperiode im Herbst und Winter muss besonders darauf geachtet werden, dass die relative Luftfeuchte konstant zwischen 45% und 60% beträgt. Holz ist ein hygroskopischer Werkstoff und reagiert auf die Umgebungsfeuchte. Die Austrocknung des Holzbodens führt in der Regel zu natürlicher Fugenbildung und Schüsselung. Extreme Austrocknung durch zu geringe Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit der Erwärmung durch die Fußbodenheizung kann zu starken Schüsselung, Fugen und Rissbildung, bis hin zum Ablösen der Deckschichtlamellen führen. Bei dunklen Böden ist im Winter für eine ausreichende Beschattung bei starker Sonneneinstrahlung zu sorgen. Ohne Beschattung kann es in Verbindung mit der Fußbodenheizung zu Oberflächentemperaturen bis zu über 60° C kommen, was eine extreme Austrocknung zur Folge hätte. Wir empfehlen grundsätzlich dringend den Einsatz von Raumluftbefeuchtungsgeräten, um auch während der Heizperiode für ein dementsprechendes, auch für den Menschen gesünderes Raumklima zu sorgen.
Hinweise zum Thema Raumklima
Holz ist ein Naturprodukt. Es passt sich an seine Umgebung an, nimmt Feuchtigkeit auf wenn die relative Luftfeuchtigkeit ansteigt, gibt Feuchtigkeit ab wenn die Luftfeuchtigkeit abnimmt. Dieser Vorgang wird als Quellen und Schwinden bezeichnet. Diese sogenannte Holzausgleichsfeuchte sollte ca. 8% +/- 1% betragen. Mit dieser Holzfeuchtigkeit werden die Fertigparkettprodukte werksseitig ausgeliefert. Dieser Wert ist abgestimmt auf ein Raumklima von ca. 50% bis 60% relative Luftfeuchtigkeit. Sinkt das Raumklima stark unter dieses „natürliche“ Maß, trocknet das Holz aus, übersteigt das Raumklima 60% Luftfeuchtigkeit quillt das Holz auf. Speziell im Herbst und Winter muss besonders darauf geachtet werden dass die relative Luftfeuchte konstant zwischen 45% und 60% beträgt. Extreme Austrocknung des Holzbodens durch zu geringe Luftfeuchtigkeit kann zu Schüsselungen, Fugen und Rissbildung bis hin zum Ablösen der Deckschichtlamellen führen. In Kombination mit der Erwärmung durch eine Fußbodenheizung kann diese Austrocknung noch verstärkt werden. Wir empfehlen daher dringend den Einsatz von Raumluftbefeuchtungsgeräten um für ein dementsprechendes, auch für den Menschen gesünderes Raumklima zu sorgen. (Siehe auch Thema Fußbodenheizung)
Verwenden Sie auf jeden Fall die vom Hersteller empfohlenen Pflegemittel! Sollten Sie diese Pflegemittel in unserem Shop nicht finden, kontaktieren Sie uns bitte diesbezüglich.
Die hier angeführten Verlege- und Pflegeanweisungen sind allgemein gültige Richtlinien. Letztendlich gültig ist aber in jedem Falle die Original Verlege- und Pflegeanleitung des jeweiligen Herstellers. Diese sind in der Regel in den Originalpaketen enthalten, und deren Inhalt ist unbedingt zu beachten. Sollte keine Verlege- & Pflegeanleitung beigepackt sein, ist diese vor Verlegung unbedingt bei parkett-AGENTUR anzufordern.