Anleitung für die Verlegung von Wildbrett Massivdielen
Aufbau und Eigenschaften der Wildbrett Massivdiele

Beispiel-Bild:Wildbrett Massivdiele Nut-Feder System
Die Wildbrett Massivholzdiele wird aus einem einzigen Stück Rohholz produziert. Diese Eigenschaft unterscheidet die Massivdiele von mehrschichtig aufgebauten Parkettböden. Die Massivelemente werden mit passgenauer, allseitiger Nut/Feder Verbindung produziert. Grundsätzlich ist eine Massivdiele durch ein höheres Quell- & Schwindverhalten "lebendiger" als eine mehrschichtig aufgebaute Diele. Dieser lebhafte Charakter zeichnet dieses unverfälschte Naturprodukt aus, und unterstreicht die Natürlichkeit von Massivparkett. Eine fachgerecht verlegte Massivholzdiele bewährt sich über Generationen. Bei richtiger Pflege wird die Naturöloberfläche zunehmend strapazierfähiger und pflegeleichter. Ein Unikat über Generationen!
Technische Daten & allgemeine Informationen
Passgenauigkeit: Bei der Produktion von Wildbrett Massivholzdielen wird großer Wert auf bestmögliche Passgenauigkeit der Produkte gelegt. Bei der Produktion der Dielen ist eine Maßgenauigkeit von 0,5mm in der Breite, 0,2mm in der Stärke,b bzw. eine maximale Höhendifferenz von 0,4mm als Grenzwert definiert. Wie bei jedem Fertigparkett-Produkt sind auch bei Massivholzdielen geringe Durchbiegungen möglich. Durch die fachgerechte Verlegung mit Dielenversatz werden solche Spannungen abgebaut. Siehe Punkt Montage. Laufende Maß- und Qualitätskontrollen sorgen für bestmögliche Maßgenauigkeit und Qualität unserer Produkte.
Holzfeuchtigkeit: Unsere massiven Landhausdielen werden mit einer, für den
künftigen Gebrauch optimalen Holzfeuchte von 9% (±2 %) gefertigt. Eine holzspezifische
Trocknung der Rohware ist die Basis für eine qualitativ hochwertige
Massivholzdiele. Moderne Trockenkammern mit großen Kapazitäten ermöglichen
eine schonende Holztrocknung und gewährleisten unseren Qualitätsstandard.
Sortierungen: Die Wildbrett Massivholzdiele ist ein "echtes" Naturprodukt. Farb- & Strukturunterschiede unterstreichen die Natürlichkeit des Produkts. Unsere Massivdielen sind in unterschiedlichen Sortierungen erhältlich. Hauptsortierungen bei Wildbrett Eiche sind:
Wildeiche spiegelt das gesamte Spektrum der Holzart Eiche wieder. Wie starke Farb- & Strukturunterschiede, Äste in unbestimmter Größe, gekittete Kreuzriss- & Flügeläste sowie Risse, Braunkernanteil, helle Splintausläufer, starke eiche-typischen Markstrahlen usw.. prägen das Erscheinungsbild dieser einzigartigen Sortierung.
Natureiche ist eine sehr attraktive, lebhafte, leicht astige Sortierung. Die Äste sind mit ca. 30mm bis 40mm im Durchmesser begrenzt. Merkmale sind Farb- & Strukturdifferenzen, Anteile von hellem Splint und Braunkern sind geringer als bei der Wildeiche Sortierung.
Edeleiche ist die eleganteste und ruhigste Sortierung. Die gesund verwachsenen Äste sind bei der Edeleiche mit max. 15mm bis 20mm begrenzt. Natürliche Farb- und Strukturunterschiede, eiche-typische Markstrahlen, vereinzelter gesunder Randsplint und Splintausläufer bis ca. 15mm Breite können vorkommen.
Das Wildbrett Massivdielen-Sortiment bietet eine große Auswahl an attraktiven Oberflächen.
Klassik sind geschliffene, gebürstete und tiefgebürstete Oberflächen in verschiedensten Farbtönen möglich. Die gängigsten Oberflächen sind neben dem Naturfarbton, dunkelbraun geräucherte und weiß-gräuliche Farbtöne.
Urantik unterscheiden sich durch eine ungeschliffene, ungespachtelte Oberfläche. Das bedeutet, die Oberfläche ist fein gehobelt, daher sind feine Hobelwellen sichtbar. Die Äste sind "offen", da der Produktionsschritt "spachteln & schleifen" nicht durchgeführt wird.
Antik erkennt man an dem "gealterten" Aussehen. Das bedeutet, die Oberfläche und die Kanten der Massivdiele werden mit künstlichen Gebrauchsspuren versehen, um eine "antike" Optik zu erzielen.
Novum wird mit einer "handgehobelten & gebürsteten" (auch bekannt unter "geschroppt & gebürstet") Oberfläche produziert. Das bedeutet, die Oberfläche ist wellig und man erhält dadurch eine besonders "antike" Optik.
Hinweis zu den Oberflächen:
weiss geölt: Der Farbton bei Wildbrett Massivholzdiele "candor & candor plus" wird durch speziell abgestimmte, weiß-pigmentierte Bodenöle erzielt. Da sich die "Weiß-Pigmente" im Laufe der Zeit "auswaschen" würden, führt man der Oberfläche im Zuge der Unterhaltspflege durch weiß-pigmentierte Seife die nötigen Inhaltsstoffe zu, um den Farbton zu erhalten. Der Weiß-Grad ist durch die Art der Holzbodenseife, bzw. durch zwischenzeitliche Auffrischung der Oberfläche mit Pflegeölen bis zu einem gewissen Grad steuerbar. Gleiches gilt für die Oberflächen "calx & calx structura".
geräuchert: Der Grundfarbton bei der Wildbrett Massivholzdiele Eiche "fumus" wird durch die Reaktion, der in der Eiche vorhandenen Gerbsäure, beim Räucherprozess erreicht. Durch das "räuchern" bekommt die Eiche fumus den attraktiven mittelbraunen Farbton. Da jede Diele einen unterschiedlichen Gerbsäuregehalt aufweist, reagiert auch jedes Element individuell auf den Räuchervorgang. Die daraus resultierenden, deutlichen Farbunterschiede sind gewünscht, und unterstreichen das Naturprodukt "Holz"! Die Massivholzdiele "fumus canum" wird nach dem räuchern weiß pigmentiert und geölt. Dadurch entsteht der sehr beliebte Grau-Farbton. Da das geräucherte Rohmaterial deutliche Farbunterschiede aufweist, bietet auch diese Oberfläche ein breites Farbspektrum von weiß-gräulich bis dunkel-gräulich. Generell neigen geräucherte Oberflächen dazu, im Lauf der Zeit etwas homogener zu werden; das Farbspiel wird etwas geringer.
farbgeölt: Die Massivholzdielen Eiche "murreus, murreus plus, rubens, fumus vinum, obscurum" sind farblich geölte Oberflächen. Diese Farbtöne sind ausschließlich mit Farböl zu erreichen. Sollten sich bei stärker strapazierten Bereichen im Laufe der Zeit leichte Gehwege abzeichnen, können diese Oberflächen jederzeit mit dementsprechenden Farbölen nachbehandelt werden.
Verlegerichtlinien Wildbrett Massivholzdielen
Hinweis zu Akklimatisation und Raumklima:
Trotz bestmöglicher Holzqualität
und schonender Holztrocknung empfiehlt es sich, eine Massivholzdiele ehest
möglich nach Anlieferung zu verarbeiten. Die Pakete sollten während der sachgerechten
Lagerung auf der Baustelle ungeöffnet bleiben. Im Vorfeld der Verlegung
sind die ungeöffneten Pakete mindestens 72 Stunden in dem zu verlegenden
Raum zu akklimatisieren. Vor Beginn der Verlegung sind die Parkettelemente vom
Fachmann auf die Holzfeuchtigkeit zu prüfen, und falls notwendig zur weiteren
Akklimatisierung kurzfristig offen zu lagern. Die optimale Holzfeuchtigkeit zum
Zeitpunkt der Verlegung beträgt 9%. Das Raumklima während der Verlegung
sollte zwischen 45% bis 55% relativer Luftfeuchtigkeit bei ca. 20°C Raumtemperatur
liegen; dies entspricht der angeführten Holzausgleichsfeuchte von 9%.
Wildbrett Massivholzdielen in Materialstärke 14 & 20mm können auf Zementestrichen
der Güteklasse E300 oder höher, sowie auf Anhydrit- bzw. Calciumsulfat-Estrichen vollflächig verklebt werden. Generell ist im Vorfeld darauf zu achten,
dass bei vollflächiger Verklebung von Parkett, ein Estrich-Typ für erhöhte
Anforderungen gewählt wird. Wildbrett Massivholzdielen in 20mm Stärke sind
auch für die Montage auf Polsterhölzer geeignet und müssen fachgerecht
montiert bzw. verschraubt werden.
Wildbrett Massivholzdielen in Materialstärke 14 & 20mm können auf Zementestrichen der Güteklasse E300 oder höher, sowie auf Anhydrit- bzw. Calciumsulfat-Estrichen vollflächig verklebt werden. Generell ist im Vorfeld darauf zu achten, dass bei vollflächiger Verklebung von Parkett, ein Estrich-Typ für erhöhte Anforderungen gewählt wird. Wildbrett Massivholzdielen in 20mm Stärke sind auch für die Montage auf Polsterhölzer geeignet und müssen fachgerecht montiert bzw. verschraubt werden. Bei einer Montage auf Polsterhölzer dürfen die Dielen nicht verleimt werden, weder Nut/Feder noch direkt auf die Polsterhölzer.
Einige Vorteile der vollflächigen Verklebung:
- Wertigste Art der Verlegung, bei Bedarf renovierfreundlicher.
- Höhere Wertbeständigkeit des Parkettbodens auf längere Sicht.
- Wesentlich geringerer Gehschall durch kompakte Verklebung, höherer Gehkomfort - der Holzboden ist "leiser"!
- Speziell bei "größeren" Flächen sehr empfehlenswert, größere Verlegeausmaße möglich.
- Bei Warmwasserfußbodenheizung (vorgeschrieben) u.a. aufgrund besserer Wärmeleitfähigkeit!
Verlegung der Massivholzdielen durch vollflächige Verklebung
Verlegeausmaß:
Die Verlegeausmaße bei vollflächiger Verlegung sollten quer zur
Faser (Verlegebreite) maximal 8 Meter, und längs zur Faser (Verlegelänge)
maximal 10 Meter betragen. Darüber hinaus sind fachgerechte Dehnfugen bzw.
Dehnungsprofile vorgeschrieben. Vor Beginn der Verlegung ist der Untergrund
auf die Verlegereife (Estrichgüte, Restfeuchte und Ebenheit) zu prüfen!
Beschweren der Massivdielen:
Da eine Massivholzdiele wesentlich mehr
Eigenstabilität aufweist als Mehrschichtdielen, ist es wichtig neu verlegte Parkettflächen,
insbesondere im Randbereich, und bei Türübergängen ausreichend zu
beschweren. Im Optimal-Fall bleiben die Flächen über Nacht beschwert.
1. Werkzeuge bereitstellen:
Zur vollflächigen Verklebung der Massivholzdielen
benötigen sie Maßband, Bleistift, Winkel, Hammer, Hartholz- oder Kunststoff-Schlagklotz, Zugeisen, Stich- oder Kreissäge, Abstandskeile um den Boden
auszurichten; im Idealfall auch Hilfsmittel wie Spanngurte.
2. Erste Reihe verlegen:
Vor der Verlegung der ersten Dielenreihen (Anleger)
sollte der Raum vermessen werden. Die Platzierung, bzw. die Breite der ersten
Dielenreihe sollte so gewählt werden, dass sich die Anschlüsse im jeweiligen
Raum bestmöglich ergeben. Sind die ersten Dielenreihen bereit zur Montage,
spachtelt man am besten "nur" den Kleber für die ersten beiden Dielenreihen auf
den Estrich. Es ist zu empfehlen die Dielenreihen jeweils mit Schlagschnur am
Estrich zu markieren, und nur bis zur Markierung Kleber aufzuspachteln. Die erste
Reihe wird mit einem Wandabstand von ca. 15 mm mit der Nutseite zur Wand
verlegt. Mit Abstandskeilen kann der korrekte Abstand eingehalten werden.
Achten Sie darauf dass die ersten Dielenreihen absolut gerade ausgerichtet
werden. Die letzte Diele der Reihe wird so gekürzt, dass der stirnseitige Wandabstand
der Massivholzdiele ebenfalls ca. 15mm beträgt.
3. Zweite Reihe verlegen:
Abgeschnittene Reststücke können an der gegenüberliegenden
Wand als Anfangsstücke verwendet werden. Achten Sie auf einen
Stirnfugenversatz von mind. 50cm. Da die Massivholzdielen mit Mischlängen
geliefert werden, sind die unterschiedlichen Längen so zu mischen, dass sich ein
möglichst großer Stirnfugen-Versatz ergibt. Mit Hammer und Schlagklotz können
die Dielen Stirn- und Längsseitig zusammengetrieben werden. Dabei sollte man,
wo möglich, nur auf die Federseiten der Dielen klopfen. Führen Sie die Schläge
zum Zusammenklopfen der Längsfuge in Richtung des Stirnstoßes treibend aus,
um den Stirnstoß zu schließen. Die Massivholzdielen anschließend ordentlich ins
Kleberbeet drücken und beschweren.
4. Und so geht's weiter:
Nach dem Verlegen der ersten 3 bis 5 Dielenreihen, kann
man diesen gerade ausgerichteten und beschwerten "Anleger" auch zwischenzeitlich
etwas aushärten lassen, um sicherzustellen dass die ersten Reihen nicht
mehr verschoben werden. Die nächsten Reihen beginnen mit abgeschnittenen
Endstücken einer vorhergehenden Dielenreihe. Bei den letzten Dielenreihen zu
Wänden müssen ebenfalls ca. 15mm Abstand eingehalten werden. Nach der
Montage der letzten Reihe sollte diese wieder mit Abstandskeilen fixiert werden.
Achten Sie darauf, dass zu jedem Fix-Bauteil wie Wände, Verkleidungen, Heizkörperrohre,
Türstöcke usw. ca. 15mm Dehnfuge berücksichtigt werden muss.
Dehnfugen können mit Sockelleisten, Profilen und Manschetten abgedeckt
werden.
5. Sockelleisten:
Nach vollständiger Aushärtung des Parkettklebers (ca. 24
Stunden) entfernen Sie die Abstandskeile. Die Sockelleisten werden abschließend
an der Wand befestigt. (nicht am Holzboden!) Eine Montage durch Schrauben
und Dübel bei Mauerwerk ist empfehlenswert.
6. Pflege:
Bitte Anweisungen bezüglich Endbehandlung und Unterhaltspflege
beachten!
Hinweise zur vollflächigen Verklebung von Massivholzdielen
Voraussetzung für die vollflächige Verklebung von Wildbrett Massivholzdielen:
Alle Nassarbeiten (wie Maler und Fliesenleger) müssen abgeschlossen und der
Bau fachgerecht ausgetrocknet sein, da das, auf reguläre Bedingungen
angepasste bzw. getrocknete Holz ansonsten Baufeuchte annehmen könnte. Die
Verlegung von Massivholzdielen sollte unter Berücksichtigung der Verlegerichtlinien
bzw. aller relevanten Normen von einem Fachbetrieb durchgeführt werden!
Vor Beginn der Verlegung sind die gelagerten, akklimatisierten Parkettelemente
vom Fachmann auf die Holzfeuchtigkeit zu prüfen, und falls notwendig zur
weiteren Akklimatisierung kurzfristig offen zu lagern. Die vollflächige Verklebung
von Wildbrett Massivdielen ist mit WILDBRETT KOMPAKT 2-K PU Spezialkleber
(2-komponentiger, lösemittel- & wasserfreier Spezialkleber mit sehr hoher
Endfestigkeit) durchzuführen! Die Anwendungsrichtlinien des Kleber-Herstellers
sind zu beachten! Bei der Verklebung der Massivholzdielen mit dem angeführten
Wildbrett Spezialklebstoff, ist für alle Estriche die WILDBRETT-ZAHNSPACHTEL PK mit 5mm Zahnung zu verwenden! Pro ca. 80 Quadratmeter verlegter Fläche ist
die Spachtel auszutauschen. In der Regel liegt der Kleberverbrauch bei professioneller
Anwendung bei ca. 1 bis 1,3 Kg pro Quadratmeter. Genaue Verbrauchsangaben
sind nicht möglich, da je nach Untergrundbeschaffenheit bzw. nach
Estrich-Qualität der Verbrauch variiert! Der Kleberauftrag sollte allerdings mindestens
1 Kg pro Quadratmeter betragen. Achten Sie darauf, die Dielen nach dem
Einlegen bzw. Einklopfen in das Kleberbeet, in der Fläche, sowie insbesondere in
Rand- und Übergangsbereichen ausreichend zu beschweren. Die Beschwerung
sollte mindestens 12 Stunden erfolgen. Neu verlegte Parkettflächen sollten nach
dem Einbringen in das Kleberbeet, in den darauffolgenden 12
Stunden nicht begangen werden, daher empfiehlt es sich, von der Parkettfläche
weg zu arbeiten. Bei vollflächiger Verklebung von Wildbrett Massivholzdielen
sollten folgende Verlegeausmaße berücksichtigt werden: Die durchgängige
Verlegebreite (quer zur Faser) sollte maximal 8 Meter betragen, die Verlegelänge
(längs zur Faser) darf maximal 10 Meter nicht überschreiten! Darüber hinaus sind
fachgerechte Dehnfugen bzw. Dehnungsprofile vorgeschrieben. Je nach Ausmaß
der Fläche, sollte im Randbereich eine Dehnungsfuge von ca. 15mm zu Wand,
Verkleidungen und feststehenden Elementen berücksichtigt werden.
Verlegereife des Untergrunds - Estrich:
Wildbrett Massivholzdielen können auf
einem Zementestrich der Güteklasse E300 oder höher, sowie auf Anhydrit- bzw.
Calciumsulfat-Estrichen vollflächig verklebt werden. Zementestriche müssen
unmittelbar vor der Verlegung fachgerecht geschliffen werden; Anhydrit- bzw.
Calciumsulfat-Estriche müssen in der Regel bereits zwischen 7 und 10 Tagen nach
dem Einbringen des Estrichs vom Estrichleger geschliffen werden. Die Estrich-Oberfläche muss bei Massivholzdielen eine Haftzugsfestigkeit von mindestens
1N/mm² erfüllen; bei großformatigen Massivholzdielen ab einem Stärke/Breite-Verhältnis 1:8 aufwärts sind Haftzugswerte von mind. 1,2N/mm² bis 1,5N/mm²
zu empfehlen! Der Estrich ist vor der Verlegung auf die vorgeschriebene
Ebenheit, sowie mittels CM-Restfeuchtemessung, Gitterritzprobe und Haftzugsprüfung
auf die Verlegereife zu prüfen! Sollte der Estrich die für Massivdielen
notwendigen Voraussetzungen nicht erfüllen, muss die Estrichoberfläche fachgerecht
vergütet werden. Sollte zur Vergütung der Estrichoberfläche eine Grundierung
oder Absperrung verwendet werden, muss diese kompatibel mit dem
verwendeten Parkettkleber sein, und fachgerecht angewendet werden. Eine
Vergütung der Estrichoberfläche kann auch mit dem WILDBRETT ENTKOPPELUNGSVLIES
erfolgen. Das Entkoppelungsvlies wird dabei mit WILDBRETT
KOMPAKT 2-K PU Spezialkleber quer zur Dielenrichtung am Estrich verklebt;
dadurch kann die Haftzugsfestigkeit des Untergrunds deutlich erhöht werden!
Die Verklebung der Massivdielen auf dem Entkoppelungsvlies erfolgt ebenfalls
mit WILDBRETT KOMPAKT 2-K PU Spezialklebstoff. Die Estrich-Restfeuchte
während der Verlegung darf bei Zementestrichen ohne Fußbodenheizung laut
CM-Messung maximal 1,8CM-% (Gewichts-Prozent) betragen. Bei Anhydrit- bzw.
Calciumsulfat-Estrichen ist eine Restfeuchte von maximal 0,3CM-% bei Verlegebeginn
unbedingt einzuhalten. Eine nachträgliche Feuchtigkeit vom Untergrund,
zum Beispiel bei Altbauten, nicht unterkellerten Räumen oder in Kellerräumen
muss gegebenenfalls durch eine fachgerechte Feuchtigkeitssperre vor Verlegebeginn
ausgeschlossen werden. Die Ebenheit des Unterbodens ist mit einer
Messlatte zu prüfen. Bei vollflächiger Verklebung von Wildbrett Massivholzdielen
sollten Estrich-Unebenheiten von max. +/- 1mm auf einer Länge von 1 Meter nicht überschritten werden. Sollte eine Spachtelmasse zum Ausgleich von
Unebenheiten verwendet werden, muss diese mit dem Parkettkleber kompatibel
sein und fachgerecht verarbeitet werden. Auf die vollständige Durchtrocknung
der Spachtelmasse ist zu achten! Estrich Dehnfugen müssen entweder fachgerecht
kraftschlüssig verbunden, oder in die Parkettfläche übernommen werden.
Hinweise zur vollflächige Verklebung auf Warmwasser-Fußbodenheizung
Für die vollflächige Verklebung auf Warmwasser-Fußbodenheizung sind 14 & 20mm Materialstärke bis zu einer maximalen Dielenbreite von 160mm freigegeben. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass bei Verlegung von Breiten über 160mm ein wesentlich stärkeres Quell- & Schwindverhalten zu erwarten ist, und von uns daher auf Warmwasser- Fußbodenheizung nicht empfohlen wird. Generell sollte bei Massivholzdielen auf ein optimales Raumklima von mindestens 45% bis 60% relative Luftfeuchtigkeit bei ca. 20°C durchschnittlicher Raumtemperatur geachtet werden. Dies gilt insbesondere für die Heizperiode. Siehe Punkt Raumklima. Hinweis: Eiche gilt als die optimale Holzart auf Fußbodenheizung.
Vollflächige Verklebung von Wildbrett Massivholzdielen auf Warmwasser-Fußbodenheizung:
Die Verlegung von Wildbrett Massivholzdielen in 14 & 20mm
auf Warmwasser-Fußbodenheizung ist langjährig erprobt und hat sich in der
Praxis bestens bewährt! Grund dafür ist der günstige Wärmedurchlasswiderstand
der Gesamtfußbodenkonstruktion. Die Restfeuchte des Heizestrichs während der
Verlegung darf bei Zementestrichen laut CM-Messung maximal 1,5CM-%
(Gewichts-Prozent) betragen. Bei Anhydrit- bzw. Calciumsulfat-Estrichen ist eine
Restfeuchte von maximal 0,3CM-% bei Verlegebeginn unbedingt einzuhalten.
Bezüglich Estrichgüte und Ebenheit muss der Heizestrich die unter Punkt "vollflächige
Verklebung von Wildbrett Massivholzdielen" angeführten Anforderungen
erfüllen, bzw. dementsprechend vergütet werden.
Um sicherzustellen dass der Heizestrich die Verlegereife erreicht hat, ist dieser
fachgerecht laut Aufheizprotokoll aufzuheizen. Ein unterschriebenes Aufheizprotokoll
muss vorliegen. Zwei Tage vor Verlegebeginn muss die Fußbodenheizung
ausgeschaltet, bzw. im Winter die Oberflächentemperatur reduziert
werden. Während der Verlegung soll die Oberflächentemperatur des Estrichs
zwischen ca. 15°C bis max. 20°C betragen, und sollte frühestens 72 Stunden nach
Fertigstellung der Verlegung wieder erhöht werden. Die maximale Oberflächentemperatur der verlegten Massivholzdiele sollte während der Heizperiode 25°C
nicht überschreiten. Die Vorgaben, bzw. Empfehlungen bezüglich raumklimatischer
Bedingungen sollten unbedingt eingehalten werden. Die relative
Luftfeuchtigkeit sollte auch in der Heizperiode zwischen mindestens 45% bis 60%
liegen. Eine Unterschreitung dieser Werte sollte wenn, dann nur in Ausnahmefällen
und sehr kurzfristig sein. Siehe Punkt Pflege. Bei dunklen Böden, wie zum
Beispiel Wildbrett Massivholzdiele Eiche fumus und obscurum ist für eine ausreichende Beschattung bei starker Sonneneinstrahlung zu sorgen. Ohne
Beschattung kann es bei dunklen Böden in Verbindung mit der Fußbodenheizung
in Extremfällen zu Oberflächentemperaturen bis zu über 60°C kommen, was eine
extreme Austrocknung der Dielen zur Folge hätte. Wir empfehlen den Einsatz von
hochwertigen Raumluftbefeuchtungsgeräten, um auch während der Heizperiode
für ein dementsprechendes, auch für den Menschen gesünderes Raumklima
zu sorgen.
Prüfpflicht der Ware vor der Verlegung
Wir weisen ausdrücklich auf die Prüfpflicht der Ware vor der Verlegung hin. Offensichtlich beschädigte oder mangelhafte Parkettelemente welche verlegt werden, gelten als akzeptiert und können nachträglich nicht beanstandet werden!
Diese Anleitung basiert auf umfangreichen Erfahrungen, will nach bestem Wissen beraten, ist ohne Rechtsverbindlichkeit und begründet weder ein vertragliches Rechtsverhältnis noch eine Nebenverpflichtung aus dem Kaufvertrag. Für die Güte unserer Materialien garantieren wir im Rahmen unserer Verkaufs- und Lieferbedingungen. Um das Fehlerrisiko zu vermindern, werden auch einschränkende Informationen angeführt. Naturgemäß können nicht alle möglichen gegenwärtigen und zukünftigen Anwendungsfälle und Besonderheiten lückenlos beinhaltet sein. Auf vereinzelte Angaben, welche man bei Fachleuten als bekannt voraussetzen kann, wurde verzichtet. Der Anwender kann nicht von einer Rückfrage bei Unklarheiten, einer eigenverantwortlichen Erprobung vor Ort sowie einer fachmännischen Verarbeitung entbunden werden. Mit Herausgabe einer neuen Fassung der Druckschrift verliert diese ihre Gültigkeit.
























